Mathis Pfäffli: Verspielter Spurenleger
Ist das nun ein Labor mit Transformatoren oder ein Designstudio mit coolen Kunstobjekten? Mathis Pfäffli bespielt an der Zürcher Aemtlerstrasse zwei ultranüchterne Räume. «Ja, ich bin ein verspielter Mensch», sagt er: Wie wenn Kinder Elemente übereinandertürmen, stapelt der Luzerner Glasvasen auf- und ineinander, durchbohrt sie, fädelt sie auf ein Drahtseil auf und hängt sie an die Decke. Die Gefässe findet er in Brockis und auf der Strasse. Eingestreute Sächelchen – abgewetzte Herzchen etwa – sind persönlicher Kram. Und wie um das Rätselhafte zu untermalen, zeichnet der Künstler feinste Striche auf den Verputz: Bögen, Kreise und Linien werden zu Rippen, Ästen und Blättern. Hauchzarte Geschichten eines Spurenlegers.