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Baviera, Vincenzo (* 1945 in Zürich): «Stadtobservatorium» (1990), Stahl

 

Wände aus Eisen. Stehen da wie aufgeklappte Blenden und lenken den Blick auf den stählernen Gang, auf die Stufen. Das lädt zu Bewegung ein. Eins, zwei, drei, vier, fünf … hoch mit dir! Lauf, lauf, rauf, rauf! Mit lauten Trittgeräuschen auf den Bodenblechen. Wenn du dann oben stehst, wird sich dein Blick wieder weiten und du kannst im «Stadtobservatorium» des Künstlers Vincenzo Baviera Feld- und Alltagsweltforschung betreiben. Da erstreckt sich ein Flecklein Erde vor dir. Ein kleines Stück Winterthur, für Pause und Sport angelegt. Und schon kommt der Mensch ins Spiel, du siehst Schülerinnen und Schüler, ihre geröteten Köpfe, geschmetterten Bälle, ihre zugespielten und gescheiterten Pässe. Ha! Da! Einer stürzt hin, liegt auf dem Rücken wie ein Käfer und hält sich das Knie. Aber der wurde doch gestossen, DU hast es gesehen! Frechheit! Foul! Und zugleich, weiter hinten: Eine, die rasend schnell rennt – 80 Meter in nur 10 Sekunden. Könnte sie in diesem Tempo um den Erdball rennen, sie würde in 3200 Stunden zurück sein. Vorausgesetzt natürlich, die Welt wäre überall so flach wie die Laufbahn hier und auch die Meeresoberfläche ein guter Rennboden. Doch in Realität sieht alles anders aus. Mal geht’s rauf, mal geht’s runter. Ganz genau wie im Leben – eben. Andrea Keller

 

Erleben Sie das Werk auf der App "Artcatch", die Sie auf https://www.freisicht.ch/varqrar herunterladen können.  

Infos

Data
Tipo di opera d'arte
Public Art
Dimensioni dell'oggetto
2.5 m
0.53 m
3.15 m
Materiale

Stahlblech

Tecnologia
Stahlblech geschweisst
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32 Büelhofstrasse
8405 Winterthur
Svizzera

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