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Eichenberger, Eugen (* 1926 Winterthur, † 2015 Winterthur): «Fisch» (1973), Metallrelief

 

Ein Fisch ist ein Fisch ist ein Fisch? Ein Fisch hat Augen, Kiemen, Rippen, Wirbelsäule, Organe und viele Flossen: Brust-, Rücken-, Bauch- und Schwanzflossen. Eigentlich. Aber was ist mit diesem Fisch hier? Der nicht einmal im Wasser schwimmt, sondern unter dem Himmel an eine Wand montiert wurde? Er ist das Minimum eines Fisches. Weniger als sein Skelett. Nur ein Metallrelief.

Kunst kann auftrumpfen mit Materialien, mit Farben, mit Üppigkeit. Kunst kann auch das Gegenteil. Die Reduktion, bis hin zum absolut Symbolhaften: So, dass wir gerade noch erkennen, was es darstellen soll. Ein paar Metallteile, denken wir uns, wenn wir hier stehen. Und doch sehen wir klar und deutlich einen Fisch. Der Künstler Eugen Eichenberger kennt das Schmücken und Ausgestalten: Er war ausgebildeter Schaufensterdekorateur. Mit seiner Installation hat Eugen Eichenberger in den 70er-Jahren einen Denkanstoss für das Leben von heute geschaffen: Was ist wirklich nötig? Wie viele Bilder in den (Sozialen) Medien, wie viele Geräusche, wie viele Beschäftigungen, wie viel Arbeit, wie viele Kontakte benötigen wir? Wie viel ist wirklich nötig, damit wir ein gutes Leben als gutes Leben (an)erkennen? Tanja Kummer

Infos

Date
Type d'œuvre d'art
Public Art
Dimensions de l'objet
2.4 m
4.8 m
Matériau

Metall

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45 Auwiesenstrasse
8406 Winterthur
Suisse

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